Es braucht nur wenige geklimperte Töne, um es eindeutig zu identifizieren – und doch ist Ludwig van Beethovens „Für Elise“ ein rätselhaftes Klavierstück. Gesichert ist an diesem Welthit erstaunlich wenig. Beethoven hat kein Wort zu dem Stück hinterlassen. Das Original ist verschollen. Und das größte Mysterium ist, wer die im Titel bedachte Elise gewesen sein soll.
Wer also war gemeint? Wie landete das Notenblatt 40 Jahre nach Beethovens Tod im Haushalt einer Münchner Lehrerin, wo ein Musikwissenschaftler es abgeschrieben haben will, bevor es für immer verschwand? Hieß Elise in Wirklichkeit Therese – oder gar „Esese“? Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz ermitteln im Wien des 19. Jahrhunderts und zücken sogar ein Taschenklavier, um den Geheimnissen dieser Melodie auf den Grund zu gehen (denn ja, auch um die richtigen Töne tun sich Fragen auf). Dabei entdecken sie nicht nur, dass Beethoven mehrere potenzielle Elise-Kandidatinnen umworben hat (und dabei nur Körbe kassiert hat), sondern sie ergründen auch, warum „Für Elise“ so ein Klassiker werden konnte.
Klassik für Taktlose LIVE: Seien Sie dabei bei der ersten Live-Aufzeichnung des Podcasts mit Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz! Infos und Anmeldung hier.
Mit dieser Folge über Beethovens „Für Elise“ geht unsere kleine Serie in eine weitere Runde: In „Taktlos to go“ widmen wir uns den berühmtesten Melodien der Klassikwelt und den Geschichten, die dahinter stecken. Bisherige Folgen handelten vom „Cancan“ aus „Orpheus in der Unterwelt“, von der „Habanera“ aus der Oper „Carmen“, von Rossinis „Wilhelm Tell“, von Orffs „Carmina Burana“, der „Morgenstimmung“ aus Griegs „Peer Gynt“, von „La donna è mobile“ aus Verdis „Rigoletto“, von der berühmten Arie „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“ aus der „Zauberflöte“, von Pachelbels Kanon in D-Dur, von Richard Wagners „Walkürenritt“ und von Tschaikowskys „Schwanensee“.
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
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