Achtung, Dauerbaustelle: Brahms schreibt sein Klavierquintett erst für Streicher, dann für zwei Klaviere – und verwirft beides wieder. Warum ringt er so mit der Form?
Wäre Brahms Architekt, würde er sein fertig gebautes Haus zweimal abreißen, bevor er zufrieden ist. Erst Stein, dann Holz – am Ende beides zusammen. So entsteht aus Streichquintett und Klavierduo das Klavierquintett op. 34. Brahms geht kompromisslos mit sich selbst um: Er feilt, bis Struktur und Ausdruck ein Gleichgewicht finden. Das Ergebnis macht jedes Hören zu einer Entdeckungsreise.
Wenn dir die Musik von Johannes Brahms gefällt, solltest du unbedingt sein Violinkonzert oder die Ungarischen Tänze hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.
In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Johannes Brahms
Klavierquintett op.34
Quartetto Italiano, Maurizio Pollini
Höre dir hier das Album an.
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Team hinter dieser Folge:
Autor: Ben Süverkrüp
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR
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