Eigentlich wollte sich Theodor W. Adorno im Sommerurlaub von den Strapazen und Konflikten mit den revoltierenden Frankfurter Studenten erholen, als er in den Schweizer Alpen unerwartet einem Herzinfarkt erlag. Sein plötzlicher Tod im Sommer 1969 markierte eine Zäsur – sowohl für die sogenannte Frankfurter Schule als auch für die Bundesrepublik. Adornos Schülerinnen und Schüler verstreuten sich daraufhin über das ganze Land, von Lüneburg bis zum Starnberger See. Während einige sein geistiges Erbe selbstbewusst weiterführten, setzten andere an, die Kritische Theorie neu zu interpretieren und weiterzuentwickeln. Der Freiburger Historiker Dr. Jörg Später hat in seinem Buch „Adornos Erben“ die Wege von zwölf dieser Adepten nachgezeichnet. In dieser Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. sprechen wir mit ihm darüber, was von Adorno nach Adorno geblieben ist.
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