Der Künstler Guido Reni ist einer der erfolgreichsten Maler des 17. Jahrhunderts. Nicht nur in Italien, sondern auch beim europäischen Adel sind seine Bilder sehr begehrt. Er arbeitet am päpstlichen Hof und stilisiert sich zum ‚göttlicher‘ Künstler und Malerfürst. Aber Reni hat auch ein Laster. Er ist dem Glücksspiel verfallen. Seine Spielsucht begleitet ihn weite Teile seines Lebens und ist letztendlich sein sozialer Ruin. Ein göttlicher Künstler, der zockt? Wie passt das zusammen?
Wie Ihr sehen werdet, vereint Reni noch eine ganze Menge weiterer Widersprüche auf sich. So ist er einerseits ein äußerst erfolgreicher frühkapitalistischer Unternehmer, der es schafft, seine Kundschaft davon zu überzeugen, dass seine Werke jeden Preis wert sind. Doch gibt er andererseits sein Geld sofort mit vollen Händen wieder aus, indem er es entweder großzügig spendet oder eben verspielt. Auf Ausbeutung reagiert er allergisch und ist im selben Moment sehr fromm. Die Folge ergründet, woher wir heute überhaupt von Renis Laster wissen, wie seine Auftraggebenden mit diesem umgehen und inwieweit sich die Spielsucht auf das Schaffen des Malers auswirkt.
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/podcast_zwischen_pinsel_und_pranger_castagno_reni
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