Otto „Tull“ Harder und Asbjørn „Assi“ Halvorsen zählten in den 1920er- und 1930er-Jahren zu den großen Legenden des Hamburger SV. Gemeinsam führten sie den Verein 1923 und 1928 zu den ersten Meistertiteln der Vereinsgeschichte. Der Norweger Halvorsen galt als einer der ersten ausländischen Stars im deutschen Fußball, während Harder nach Uwe Seeler bis heute der erfolgreichste Torschütze des HSV ist. Doch mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten trennten sich ihre Wege radikal: Halvorsen verließ Deutschland, Harder wurde KZ-Aufseher. Am Ende des Zweiten Weltkriegs kreuzten sich die Wege von „Tull“ und „Assi“ 1945 noch einmal – unter völlig veränderten Vorzeichen.
In dieser Folge von „Zeitlupe“ sprechen wir mit Paula Scholz, Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und Mitglied des „Netzwerks Erinnerungsarbeit“, über den Hamburger SV im Nationalsozialismus, die Biografien von Harder und Halvorsen sowie die Frage, wie der Verein und die Fanszene des HSV heute mit diesem dunklen Kapitel der eigenen Geschichte umgehen.
Die Expertin: Paula Scholz ist wissenschaftlich-pädagogische Mitarbeiterin in der Abteilung Bildung und Studienzentrum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Dort verantwortet sie die Organisation und konzeptionelle Weiterentwicklung der Erwachsenenbildung.
Die Politologin und Kriminologin begann 2014 als studentische Hilfskraft an der Gedenkstätte und initiierte unter anderem die Sonderausstellung „Hamburger Fußball im Nationalsozialismus“. Sie engagiert sich in verschiedenen Kontexten der historisch-politischen Bildungs- und Erinnerungsarbeit, unter anderem im „Netzwerk Erinnerungsarbeit“ des Hamburger SV. Ihre Masterarbeit widmete sie dem Fußball in der Weimarer Republik.
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_hamburger_sv_fussball_nationalsozialismus_hsv
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