Im elsässichen Zabern (franz. Saverne) kam es im Mai 1525 zum brutalsten Gewaltausbruch des Bauernkriegs: Nachdem die dort lagernden aufständischen Bauern ihre Waffen gestreckt und Herzog Anton von Lothringen ihnen freies Geleit zugesichert hatte, metztelten Landsknechte etwa 16.000 Bauern nieder. Das Massaker verdeutlicht das Ausmaß exzessiver Gewalt, das den Bauernkrieg 1524/25 deutlich von anderen kriegerischen Konflikten der Frühen Neuzeit abhebt. Die Forschung geht heute von bis zu 80.000 getöteten Bauern aus. Im Unterschied etwa zum Dreißigährigen Krieg resultierte diese hohe Opferzahl nicht aus kriegsbedingten Begleiterscheinungen wie Hunger oder Seuchen, sondern aus der Gewalt selbst. In seinem Vortrag beleuchtet Prof. Dr. Horst Carl (Gießen) wie es zu dieser „apokalyptischen Dimension“ kommen konnte und welche Rolle das „Göttliche Recht“ dabei spielte.
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