Eine mit der Moderne aufkommende Angst ganzer Gesellschaften ist die Angst vor Degeneration. Diese Sorge galt vor allem dem Verfall des Menschen, die insbesondere jene teilten, die sich für besser als andere hielten - sowohl mit Blick auf körperliche Merkmale als auch die geistige Ausstattung sowie die kulturelle Prägung. Es begann die Blütezeit für die Rassenlehre sowie für Rassenanthropologen und Rassentheoretiker, die noch bis in die 1980er Jahre hineinwirkten. Ihre Gedankengebäude und Theorien heute noch nachzuvollziehen, fällt nicht leicht. Woher stammte dieses Denken? In welchen Kontexten konnte es sich entfallten? Was für Typen waren ihre Protagonisten? Der Historiker Prof. Dr. Thomas Etzemüller von der Universität Oldenburg hat sich diese Fragen auch gestellt und Antworten mit Hilfe eines doku-fiktionalen Ansatz gesucht: der Erfindung des Rassenanthroplogen Henning von Rittersdorf. Wir haben Professor Etzemüller gefragt, was gewesen wäre, wenn es Henning von Rittersdorf tatsächlich gegeben hätte? Welchen Erkenntniswert hat eine doku-fiktionale Erzählung?
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_thomasetzemueller_rassenanthropologie
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