Vom Versuch, selbstbestimmt zu leben
Zwischen den Frauen in Miriam Carbes Familie liegen Jahrzehnte – und doch ähneln sich ihre Leben erstaunlich. In ihrem Debütroman „Unerwünschte Töchter“ erzählt die Autorin von vier Frauengenerationen im 20. Jahrhundert: von Krieg, gesellschaftlicher Enge, sozialem Abstieg und dem Versuch, trotzdem ein selbstbestimmtes Leben zu führen.„Da musste ich was draus machen“
Ausgangspunkt für den Roman waren hunderte Tagebücher ihrer Mutter, Großmutter und Urgroßmutter. Carbe verbindet autobiografisches Material mit Fiktion und fragt dabei auch, wie bestimmte Muster und Selbstbilder über Generationen weitergegeben werden – oft unbewusst.„Das war damals ganz normal“
Auch die Nachwirkungen nationalsozialistischen Denkens spielen im Gespräch eine Rolle. Miriam Carbe erzählt von einer Bundesrepublik der sechziger und siebziger Jahre, in der rassistische Vorstellungen tief in der gesellschaftlichen Mitte verankert waren – und davon, wie sie diese Atmosphäre selbst noch als Kind erlebt hat.Fler avsnitt av SWR Kultur lesenswert - Literatur
Visa alla avsnitt av SWR Kultur lesenswert - LiteraturSWR Kultur lesenswert - Literatur med SWR finns tillgänglig på flera plattformar. Informationen på denna sida kommer från offentliga podd-flöden.
