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Was Familien über Generationen weitergeben: Miriam Carbes „Unerwünschte Töchter“

7 min29 maj 2026

Vom Versuch, selbstbestimmt zu leben

Zwischen den Frauen in Miriam Carbes Familie liegen Jahrzehnte – und doch ähneln sich ihre Leben erstaunlich. In ihrem Debütroman „Unerwünschte Töchter“ erzählt die Autorin von vier Frauengenerationen im 20. Jahrhundert: von Krieg, gesellschaftlicher Enge, sozialem Abstieg und dem Versuch, trotzdem ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

„Da musste ich was draus machen“

Ausgangspunkt für den Roman waren hunderte Tagebücher ihrer Mutter, Großmutter und Urgroßmutter. Carbe verbindet autobiografisches Material mit Fiktion und fragt dabei auch, wie bestimmte Muster und Selbstbilder über Generationen weitergegeben werden – oft unbewusst.

„Das war damals ganz normal“

Auch die Nachwirkungen nationalsozialistischen Denkens spielen im Gespräch eine Rolle. Miriam Carbe erzählt von einer Bundesrepublik der sechziger und siebziger Jahre, in der rassistische Vorstellungen tief in der gesellschaftlichen Mitte verankert waren – und davon, wie sie diese Atmosphäre selbst noch als Kind erlebt hat.

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