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WDR Zeitzeichen

Giftiges Gold: Wie Mutters kleiner Helfer krank machte

15 min19 augusti 2026

Mutti mal locker machen: Das war das erklärte Ziel des Tonikums "Frauengold". Nicht nur der Alkoholgehalt machte das Mittel zur Gefahr für die Gesundheit. Am 19.8.1981 wird "Frauengold" verboten.



In diesem Zeitzeichen erzählt Jana Magdanz:

  • wie die Werbung der 1950er- und 1960er-Jahre ein bestimmtes Frauenbild propagiert,
  • weshalb viele Frauen in "Frauengold" mehr als nur ein Arzneimittel sehen,
  • welche Rolle die giftige Pflanze Osterluzei bei der Geschichte des Präparats spielt,
  • warum das Verbot von "Frauengold" zu einem Meilenstein der Arzneimittelkontrolle wird,
  • weshalb das Ende des Mittels auch etwas über gesellschaftlichen Wandel erzählt.

"Frauengold" verspricht Wohlbefinden, Ausgeglichenheit und Harmonie. In aufwendig produzierten Werbespots erscheint das Präparat als Antwort auf Belastungen in Ehe, Haushalt und Beruf. Tatsächlich wird das Tonikum aus Kräutern auf Weinbasis hergestellt und enthält einen erheblichen Alkoholanteil.

Die Geschichte des Präparats führt in eine Zeit, in der Arzneimittel kaum kontrolliert werden und tradierte Rollenbilder den Alltag vieler Frauen prägen. Erst neue gesetzliche Regelungen und beunruhigende Forschungsergebnisse zu einem Inhaltsstoff führen dazu, dass "Frauengold" 1981 vom Markt verschwindet.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Alexandra Regiert (empirische Kulturwissenschaftlerin, Universität Regensburg)
  • Bettina Wahrig (Professorin i. R. für Pharmazie- und Wissenschaftsgeschichte, TU Braunschweig)
  • Ulrich Hagemann (Apotheker und Biochemiker, ehemals am Institut für Arzneimittel des Bundesgesundheitsamts)
  • Studie zu Mutagenesis: Hohe Kanzerogenität nach nur drei Tagen Gabe von Aristolochiasäure

Weiterführender Link:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Jana Magdanz
Redaktion: Frank Zirpins
Technik: Sarah Fitzek

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