Diesem Anfang wohnt wirklich ein Zauber inne. Richard Strauss hat mit seinen ersten Takten von „Also sprach Zarathustra“ nicht nur Stanley Kubrick, Elvis Presley und so manche Werbeagentur inspiriert. Er bringt Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz auch dazu, diesen bebenden, aufregenden ersten Tönen (und jenen, die darauf folgen) eine ganze Podcast-Episode zu widmen.
Ein Grollen, drei Trompetentöne, und plötzlich geht nicht nur die Sonne auf, sondern gleichsam die Menschheit, mit heroischer Gewissheit: „Ein musikalisches Naturereignis“, befindet Sinkovicz, der erklärt, Richard Strauss habe „genauso eruptiv komponiert, wie Friedrich Nietzsche seinen Text gedichtet hat“. Dessen Theorien muss man aber gar nicht kennen, um diese Musik zu begreifen. Man kann auch einfach dem Podcast-Duo lauschen, wie es durch diese Tondichtung führt – von dem berühmten Beginn, der auch den Film „2001: Odyssee im Weltraum“ und einst Elvis’ Konzerte einläutete, bis hin zur „gigantischen Explosion“. Kann ein Orchester Philosophie ausdrücken? Kann sich der Mensch die Erde musikalisch untertan machen? Und was sprach eigentlich der echte Zarathustra?
Die Hörbeispiele stammen aus Sinkovicz’ Lieblingsaufnahme mit den Berliner Philharmonikern unter Karl Böhm (DG).
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
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