Es beginnt mit Pauken und Trompeten: Das gilt für den Eurovision Song Contest genauso wie fürs Neujahrskonzert und alle anderen TV-Sendungen, die von der EBU (European Broadcasting Union) europaweit ausgestrahlt werden. Die Eurovision-Fanfare ist vielleicht die eingängigste Signation der Fernsehgeschichte. Weniger bekannt ist, dass diese feierliche Melodie eigentlich ein Lobgesang an Gott ist: Sie ist der Auftakt eines barocken „Te Deum“, komponiert von Marc-Antoine Charpentier in den 1690er Jahren für einen Festgottesdienst.
Wie dieser Komponist mitsamt seiner Melodie in Vergessenheit geraten und pünktlich vor dem allerersten Song Contest wieder entdeckt worden ist, ist nur eine der Fragen, die sich Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz in dieser Folge stellen. Sie hören sich auch an, was nach der Fanfare passiert, und sprechen darüber, wie aufregend Kirchenmusik sein darf – und wie sakral der Song Contest durch so eine Eröffnung wird.
→ Hier geht es zu unserer Folge über Europahymnen – inkl. „Ode an die Freude“ und Champions-League-Hymne. → Hier geht es zu unserer Folge über Klassik-Einflüsse beim Song Contest
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
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