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WDR Zeitzeichen

Soldaten aus den Kolonien: Russland im Ersten Weltkrieg

15 min18 juni 2026

Die Kolonialmächte des frühen 20. Jahrhunderts schickten auch Menschen aus den Kolonien in den ersten Weltkrieg. Das Zarenreich zwang ab Juni 1916 Muslime in den Dienst.



In diesem Zeitzeichen erzählt Heiner Wember:

  • welche Katastrophe der Erlass des Zaren in Zentralasien auslöst,
  • wie aus einer Rekrutierungsanordnung einer der größten Aufstände des Ersten Weltkriegs entsteht,
  • weshalb der Erste Weltkrieg auch ein kolonialer Krieg ist.

Im Sommer 1916 greift das Russische Reich zu einer Maßnahme, die den Kriegsverlauf positiv beeinflussen soll, stattdessen aber eine ganze Region erschüttert: Erstmals werden muslimische Männer aus Zentralasien für den Kriegsdienst des Zarenreichs herangezogen.

Die Entscheidung trifft auf eine Bevölkerung, die sich seit Langem von Moskau beherrscht und benachteiligt fühlt. Was als Rekrutierungserlass beginnt, entwickelt sich innerhalb weniger Wochen zu einem Aufstand gegen die russische Herrschaft. Die Gewalt erfasst weite Teile Zentralasiens und fordert auf allen Seiten zahlreiche Opfer. Die Folgen prägen das Verhältnis vieler Menschen in der Region zu Russland bis heute.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

Weiterführende Links:

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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Heiner Wember
Redaktion: Frank Zirpins
Technik: Moritz Raestrup

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